Lesbian Space Princess
Australien | 2025 | FSK 16
Berlinale 2025: Teddy Award

Die ängstliche und schüchterne Saira ist die Königstochter auf dem lesbischen Planeten und gilt in aller Munde als echte Versagerin. Als ihre Ex-Freundin von den Straight White Maliens entführt wird, wittert sie ihre Chance, Kiki zurückzugewinnen – obwohl diese eigentlich super fies zu ihr war. LESBIAN SPACE PRINCESS lädt zu einem etwas anderen Trip durchs Weltall ein.
Überzeugt von ihrem Plan schnappt sich Saira eines der Raumschiffe und verlässt ihre Mütter und ihren Heimatplaneten, auf dem eh niemand wirklich auf ihrer Seite zu sein scheint, um durch die Galaxie zu reisen und Kiki zu befreien. Eher der ängstliche Typ, scheint das Chaos dabei vorprogrammiert. In klassischer Roadmovie-Manier trifft sie auf ihrer Selbstfindungsreise auf unterschiedlichste Charaktere – immer mit dem Ziel vor Augen, Kiki zu zeigen, dass sie nicht so langweilig ist, wie sie glaubt.
LESBIAN SPACE PRINCESS mag kurzweilig sein, ist aber wirklich sehr unterhaltsam. Denn trotz bekannter Muster bringt diese queere Coming-of-Age-Geschichte frischen Wind. Die moderne Satire erinnert eher an diverse Animationsserien und nimmt dabei auch das romantische Erzählmuster des „Zur-Hilfe-Eilens“ aufs Korn, das wir nur zu gut von größeren Animationsstudios gewohnt sind. Wer also einfach mal etwas anderes sehen möchte und quatschige Animationsformate für Erwachsene gerne schaut, ist bei diesem Sci-Fi-Trip genau richtig. Gleichzeitig zieht der Film seinen Humor nicht nur aus reiner Albernheit, sondern nutzt ihn, um Queerfeindlichkeit und antifeministische Haltungen ordentlich aufs Korn zu nehmen.


