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Limbo

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Limbo - 2019 Filmposter
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Was Sam Mendes im Großen mit „1917“ gemacht - und dabei auch getrickst hat - haben Tim Dünschede und sein Team mit ihrem Hochschul-Abschlussfilm „Limbo“ im Kleinen gemeistert. Hier wird eine Geschichte in einem Take erzählt. Das ist nicht nur Echtzeit, man ist mit der fluiden Kamera immer mitten drin im Geschehen, geradeso, als wäre man eine weitere Figur in diesem interessanten Film, der damit beginnt, dass eine Compliance-Managerin herausfindet, dass in ihrer Firma im großen Stil Geld gewaschen wird.

Ana (Elisa Schlott) ist Compliance Managerin und stößt in ihrer Firma bei den Abrechnungen auf Ungereimtheiten, die den Verdacht nahelegen, dass hier seit Jahren Millionenbeträge im dreistelligen Bereich veruntreut wurden. Darüber will sie mit ihrem Chef sprechen, ihr Weg führt sie aber in einen illegalen Bare-Knuckle-Fight-Club und lässt sie nicht nur auf den alternden Ganoven Ossi (Martin Semmelrogge), sondern auch auf einen verdeckten Ermittler treffen. Das ist eine explosive Mischung, aus der nicht jeder unbeschadet hervorgehen wird.

Es ist ein kühnes Unterfangen, einen Film in einem Take abzudrehen, weil dafür ein immenses Maß an Vorarbeit, Planung und Proben vonnöten ist. Später kann man sich nicht mit dem Schnitt retten und jeder Fehler, der während des Drehs stattfindet, muss auch direkt kompensiert werden. Was Tim Dünschede und sein Team hier abgeliefert haben, ist nicht nur sehenswert, sondern auch ein Beweis dafür, dass deutsche Genre-Produktionen einen Platz im Kino verdient haben – sie müssen nur originell und mit hoher Kreativität umgesetzt sein.