Rose
Österreich, Deutschland | 2026 | FSK 12
Berlinale 2026: Silberner Bär beste schauspielerische Leistung

Premiere mit Gästen
mit Regisseur Markus Schleinzer und Darstellerin Caro Braun
“Ich wollte nie ein Mann sein, nur frei.” Sandra Hüller steigt in die Hose einer Märtyrerin für Frauenrechte im 17. Jahrhundert und erhielt dafür den zweiten Silbernen Bären in zwanzig Jahren. Ein eindrucksvolles Sittenbild und eine unvergessliche Figur.
Ein kleines protestantisches Dorf zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Ein Fremder kehrt aus der Schlacht zurück, erhebt Anspruch auf ein geerbtes verlassenes Gut und baut sich dank mitgebrachtem Geld, Verstand und Tatkraft in kurzer Zeit einen funktionierenden kleinen Hof auf, aller anfänglichen Skepsis der Nachbarn zum Trotz: Irgendwas Eigenartiges hat er an sich. Doch solange er anpacken und zahlen kann, ist es ihnen egal. Als der Großbauer ihm seine Tochter zur Frau anbietet, wird es brenzlig. Denn der Fremde ist gar kein Mann…
In wunderschönen Bildern von kalter Kargheit, irgendwo zwischen DAS WEISSE BAND und DES TEUFELS BAD erzählt der Film seine packende Geschichte nach wahren Begebenheiten. Und spätestens wenn Rose ihr Geheimnis mit ihrer Frau Suzanna teilt und die beiden für einen kurzen Moment wirklich die Utopie einer Familie mit zwei Müttern leben, wird offenbar, wie viel diese Historie mit dem Heute zu tun hat. Doch im 17. Jhd. gibt es für so etwas kein Happy End. Hintenraus ein Update der Verhöre der JEANNE D’ARC, glänzt v.a. die Hüller einmal mehr mit einer atemberaubenden Darbietung.
Filmreihe: Anlässlich des zweiten Silbernen Bären für Sandra Hüller, den sie für ihre schauspielerische Leistung in ROSE erhalten hat, zeigen wir im April noch einmal ihre größten Auftritte auf der Leinwand (klick).


