Sunny Dancer
Großbritannien | 2026 | FSK 12
Berlinale 2026: Generation 14plus

Aufgewachsen mit unzähligen Feriencamp-Filmen, die selten über Klischees hinauskommen, ist SUNNY DANCER eine herzliche und zutiefst britische Ausnahme, die sich einem traurigen Thema widmet. Für mich eines der Highlights der diesjährigen Berlinale, bei dem kein Auge trocken bleibt.
Ivy (Bella Ramsey) hat den Krebs besiegt, ist zurück in der Schule und wieder gesund, doch Anschluss zu finden fällt ihr schwer. Wütend darüber, anders behandelt zu werden, wehrt sie sich gegen die liebevolle Fürsorge ihrer Eltern. Diese entscheiden, sie in ein Sommercamp für krebskranke Kinder zu schicken.
Durch ihre leicht schräge Mitbewohnerin Ella (Ruby Stokes) findet sie schnell Anschluss im „Chemo-Camp“. In den vier Wochen verliebt sie sich zum ersten Mal und lebt ihre Jugend in vollen Zügen aus: erste Male, Partys und alles, was gesunde Teenager eben so tun – trotz der ständigen Erinnerung, dass ein Rückfall jederzeit möglich ist.
Der junge Regisseur George Jaques schafft die perfekte Balance zwischen traurig und komisch und fängt trotz aller schlimmen Momente die pure Lebensfreude ein. Während Neil Patrick Harris (HOW I MET YOU MOTHER) als Campleiter herrlich überdreht aufspielt, sind es vor allem Bella Ramsey (THE LAST OF US) und ihre jungen Schauspielkolleg:innen, die dem Film mit ihren vielschichtigen Figuren sein großes Herz geben.


