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The Trouble with being born

AWARDS: Spezialpreis der Jury Encounters Berlinale 2020

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The Trouble with being born - 2020 Filmposter
Informationen

Elli ist ein Android und lebt zusammen mit Georg, den sie ihren Vater nennt. Gemeinsam lassen sie sich durch den Sommer treiben. Tagsüber schwimmen sie im Pool und nachts bringt er sie ins Bett. Sie teilt seine Erinnerungen und alles andere, was er ihr einprogrammiert hat, damit sie eine Rolle für ihn spielen kann. Erinnerungen, die ihm alles, aber ihr nichts bedeuten.

Elli ist eine Kopie seiner zehnjährigen Tochter, die verschwunden ist. In ihrem Gehirn sind Erinnerungen an sie, aber auch Wünsche und Phantasien Georgs gespeichert. Er hat sie geschaffen, um mit seiner Trauer nicht länger alleine zu sein, um einen Gesprächspartner zu haben, doch ihre Gespräche sind vorprogrammiert, letztlich Selbstgespräche. In ihrer erst zweiten Regiearbeit gelingt es Sandra Wollner eine gespenstische Stimmung einzufangen, in der sich Erinnerungen und Vorstellungen überlagern. Wenn Georg mit Elli spricht, redet er quasi mit einer Außenstelle seines Gehirns. Wollner inszeniert das wie den Blick in einen Spiegel und stellt die Frage, wie unser Gehirn Erinnerungen speichert. Entsprechen sie immer der Wahrheit oder werden sie durch Träume und Vorstellungen verändert? Der Plot erinnert an Steven Spielbergs A.I., den er nach einem Drehbuch von Stanley Kubrick inszeniert hat. Spielberg hat daraus ein Märchen gemacht, das sich im wesentlichen an “Pinocchio” orientiert. Wollner wählt den umgekehrten Ansatz. Hier spiegelt der Blick auf den Androiden unsere eigenen Gedanken und öffnet einen gespenstischen Blick in die menschliche Seele.