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Tschick

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Tschick - 2016 Filmposter

"Tschick" ist auch online verfügbar.

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Informationen

Publiziert im Jahr 2010 avancierte "Tschick" in rasender Geschwindigkeit vom Bestseller zur Kultlektüre und ist zur Zeit das meist gespielte Stück an deutschen Bühnen. Mittlerweile wurde das Buch in 24 Sprachen übersetzt und sogar im Schulunterricht verschlungen. Die Geschichte zweier Pubertierender, die ein Auto klauen und Reißaus nehmen erfreut sich größter Beliebtheit. Dass man den sagenhaft erfolgreichen "Roadtrip" in einen "Roadmovie" verwandeln würde, war folglich nur eine Frage der Zeit. Auf dem Regiestuhl nahm Fatih Akin Platz.

Maik Klingenberg (Tristan Göbel) hat keine Freunde. Zumindest bis Andrej Tschichatschow (Anand Batbileg) seiner Klasse beitritt. Einfachheitshalber wird er auch „Tschick“ genannt. Hätten Maiks reiche Eltern nicht ganz andere, gravierendere Probleme als ihren eigenen Sprössling, wären sie wohl gar nicht angetan von der neuen Freundschaft, die sich zwischen den beiden vierzehnjährigen Hormonschleudern anbahnt. Die dauerbetrunkene Mutter landet prompt in einer Entzugsklinik und der Vater vergnügt sich lieber mit seiner Sekretärin, als seinem Sohn Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Das sind nicht unbedingt die schönsten Voraussetzungen für Sommerferien. Nicht einmal auf die Geburtstagsparty seiner heimlich Angebeteten Tatjana ist er eingeladen. Ebenjene düsteren Aussichten wehen schlagartig hinfort, als Tschick urplötzlich mit einem geklauten Auto vor Maiks Tür steht und ihn zu einer Spritztour einlädt. Dass es nicht bei einem kurzen Trip bleibt, ist vorherzusehen. Ohne Kompass, Karte oder Ziel fahren die zwei Freunde los und machen gemeinsam die ostdeutsche Provinz unsicher. Eine irrwitzige, emotionale Odyssee, die die beiden nie vergessen werden, nimmt ihren Anfang!

Autor Wolfgang Herrndorf kann die charmante Umsetzung seiner Vorlage leider nicht mehr miterleben. 2013 setzte er seinem Leben selbst ein Ende, nachdem 2010 ein bösartiger Gehirntumor festgestellt worden war. Gefallen hätte er an der überaus charmanten Verfilmung seines beliebtesten und erfolgreichsten Romans jedoch sicher gefunden! Ursprünglich war David Wnendt, der schon „Feuchtgebiete“ inszenierte, für die Regie vorgesehen, wurde aber im Laufe der Produktion von Fatih Akin abgelöst. Dieser bewies bereits mit seinem Road-Movie „Im Juli“ seine Fähigkeit innere und äußere Reisen schwungvoll umsetzen zu können. Mit Feingefühl inszeniert er diese warmherzige, tragikomische Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden und erste Liebeserfahrungen. Zudem wurden mit Tristan Göbel und Anand Batbileg in der titelgebenden Rolle zwei charismatische Hauptdarsteller gecasted.