VorschauSTART | 09.07.2026

Virginia Woolf's Night & Day

Infos Vorführungen

Virginia Woolf's Night & Day - 2026
Vorführungen
Bambi
  • Do.09.07.
  • Fr.10.07.
  • Sa.11.07.
  • So.12.07.
  • Mo.13.07.
  • Di.14.07.
  • Mi.15.07.
  • Do.16.07.
  • Fr.17.07.
  • Sa.18.07.
  • So.19.07.
  • Mo.20.07.
Informationen

Virginia Woolfs im Original fast fünfhundert Seiten schweren Roman auf neunzig Filmminuten verdichten – kann das klappen? Tina Gharavi nimmt die literarische Vorlage in ihrer Kinoadaption freilich nicht so genau. Die Emanzipationskomödie über eine junge Frau, die im 1910er London eine Wissenschaftskarriere anstrebt und auf die Barrieren des Patriarchats stößt, stanzt die Handlung in eine zeitgemäße Form und bezaubert besonders durch die wunderbare Hauptdarstellerin Haley Bennet.

Die Geringschätzung trifft Frauen, die mehr wollen, als ihren Männern Tee zu servieren und Kinder großzuziehen, von allen Seiten. Ein antiquiertes Rollenbild, das beschämenderweise noch heute in nahezu jeder Gesellschaft fortwirkt und Frauen die Gleichberechtigung abschnürt, wenn auch mit mühsam erkämpften Verbesserungen. Entsprechend ist die Geschichte um Katharine Hilbery, die für Mathematik und Astronomie schwärmt, aber als Frau nicht studieren darf, daher leider noch immer aktuell. Ihr Vater jedenfalls möchte sie unter der Haube wissen – am liebsten mit ihrem ältesten Freund William (Jack Whitehall). Katherine jedoch ist rebellisch, ihr Wissensdurst unzähmbar. Sie schließt sich den Suffragetten an und nimmt den väterlichen Zorn in Kauf. Liebe? Zweitrangig. Bis ihr der charmante Feminist Ralph Denham (Elyas M’Barek) begegnet. Die britisch-deutsche Co-Produktion belebt den Roman sehr zeitgeistig für die große Leinwand – ein kurzweilig-beschwingter Film, der mit viel Dialogwitz das Gemüt erhellt.

 

Auf dem Filmfest München sprach THE SPOT mit Philipp Steffens & Julie Link über „Night & Day“.

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