Vom Lokführer, der die Liebe suchte

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Vom Lokführer, der die Liebe suchte - 2018 Filmposter
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Irgendwo in einem fernen, sonnigen Land. Jeden Tag fährt der einsame Lokführer Nurlan (Miki Manojlović) mit seinem großen Güterzug mitten durch die enge Straßenschlucht eines Vororts, wo die Männer auf den Schienen in der Sonne sitzen und die Frauen ihre Wäsche trocknen. Vorneweg läuft ein Straßenjunge mit Trillerpfeife und bislang ist noch nie etwas passiert. Doch am letzten Tag vor seiner Pensionierung verfängt sich ein BH an seiner Lok. Das nimmt Nurlan zum Anlass, sich auf die Suche nach der Besitzerin zu machen und nach der Liebe die er nie hatte…

Das Viertel, durch das jeden Tag ein Güterzug donnert, gibt es wirklich. Regisseur Veit Helmer hat es bei seinen Dreharbeiten zu „Absurdistan“ in Aserbaidschan entdeckt. Hier versammelt er jetzt eine internationale Spitzen-Besetzung, um seine märchenhafte Liebesgeschichte zu erzählen, und zwar ohne ein gesprochenes Wort! Schon 1999 verzauberte Helmer die Zuschauer weltweit mit seiner Quasi-Stummfilm-Träumerei „Tuvalu“ und findet nun nach einigen Ausflügen in den konventionelleren Spielfilm glücklicherweise zu diesem Mut zurück. Nur Bilder, Geräusche und Musik – alles Zwischenmenschliche wird über Gesten und Mimik verhandelt, und ganz plötzlich wird deutlich, wie universell die wirklich großen Themen sind. Eine wunderschöne kleine Kino-Fantasie in der Tradition von Chaplin.