Wir

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Wir - 2019 Filmposter
Vorführungen
Bambi
  • Fr26.04.
  • Sa27.04.
  • So28.04.
  • Mo29.04.
  • Di30.04.
  • Mi01.05.
  • Do02.05.
  • Fr03.05.
  • Sa04.05.
  • So05.05.
  • Mo06.05.
  • Di07.05.
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Informationen

Nach seiner oscarprämierten Horrorsatire „Get Out“ kommt mit „Wir“ ein neuer, symbolträchtiger Albtraum von Jordan Peele in die deutschen Kinos, in dem Gut und Böse erst klar voneinander getrennt sind und dann immer mehr zu einer Einheit verschmelzen. Damit ist „Wir“ möglicherweise noch klüger als „Get Out“ - und ein Film, an den man sich ganz sicher noch lange erinnern wird.

Familie Wilson freut sich auf ihren langersehnten Urlaub. Adelaide (Lupita Nyong’o), ihr Ehemann Gabe (Winston Duke) sowie die beiden Kinder Zora (Shahadi Wright Joseph) und Jason (Evan Alex) fahren an einem sonnigen Wochenende nach Santa Cruz, um hier die Zeit am Strand zu genießen und endlich mal wieder ihre Freunde, die Tylers (Elisabeth Moss und Tim Heidecker), zu treffen. In ihrem Ferienhaus angekommen, fühlt sich Adelaide aber schon bald unwohl. „Wie eine große schwarze Wolke“ hängt eine Atmosphäre der Angst über ihr. Merkwürdige Zufälle häufen sich und als ihr Sohn für ein paar Minuten wie vom Erdboden verschwunden ist, entsteht in der besorgten Mutter der Wunsch, möglichst schnell wieder heimzufahren. Doch dazu soll es nicht kommen. Eines Nachts steht eine mit Scheren bewaffnete Familie in der Einfahrt der Wilsons. Vier Menschen, ein Ehepaar und zwei Kinder, die aussehen wie die Familie, die sie gerade überfallen, scheinen einen finsteren Plan zu verfolgen. Wer sind diese Doppelgänger und was haben sie vor?

Mit seinem Regiedebüt „Get Out“ gelang es dem eigentlich vorwiegend als Komiker bekannten Jordan Peele vor zwei Jahren, das Horrorkino um einen modernen Klassiker zu erweitern; um eine mit vielen komödiantischen Motiven versehene Satire auf eine – im wahrsten Sinne des Wortes – Schwarz-Weiß-Gesellschaft innerhalb der USA. „Wir“ ist zwar unweit derber und auch direkter in seiner Horrormotivation, aber der Film hat es vor allem intellektuell in sich und ist ein faszinierendes Spiel mit Symboliken und Assoziationen. Hasen, Ballerinen, Scheren, Handschuhe, oder auch einfach nur der sich wie ein roter Faden durch den Film ziehende Song „I Got 5 On it“ von Luniz – es ist ganz egal, an welchem Detail von „Wir“ man als Zuschauer ansetzt: Recherchiert man anschließend die symbolische Bedeutung der einzelnen Motive, eröffnen sich einem weitere, unzählige interpretative Ebenen, die – so viel können wir spoilerfrei verraten – immer die Idee der Zusammenführung von Gegensätzen forcieren. „Wir“ beginnt erst einmal relativ unscheinbar als Home-Invasion-Thriller. Eine Familie wird in ihren eigenen vier Wänden zum Opfer von bösen Eindringlingen. Erst als sich langsam herausstellt, dass diese genauso aussehen wie sie, offenbaren sich die Dimensionen. Sie sind nicht die einzigen Opfer. Und damit macht Peele relativ zügig deutlich, dass er mit seiner Vision in übernatürliche Sphären abdriftet. „Wir“ spielt nicht in unserer Realität. Doch was Jordan Peele hier genau kreiert, sei aus guten Gründen nicht verraten.

Vor allem die Idee, sowohl die Protagonisten als auch ihre jeweiligen Doppelgänger von ein und denselben Darstellern verkörpern zu lassen, trägt dazu bei, dass sich „Wir“ ganz langsam seinen Weg ins Unterbewusstsein der Zuschauer bahnt. Lupita Nyong’o (Oscar für „12 Years a Slave“), Winston Duke („Black Panther“) sowie die beiden Newcomer Shahadi Wright Joseph und Evan Alex, die hier beide ihr Langfilmdebüt geben, agieren je nach Figur vollkommen unterschiedlich. Das ist aber auch gar nicht nötig. Das Gruselige an „Wir“ ist letztlich vor allem der Gedanke über sich selbst: Wie viel Böses steckt eigentlich in uns?