Zwischen den Zeilen

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Zwischen den Zeilen - 2018 Filmposter
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Bleiben oder gehen? Zwei befreundete Paare weichen dieser Frage geschickt aus, indem sie langjährige Affären pflegen. Olivier Assayas nutzt das Sujet des Doppellebens als Ausgangspunkt für eine pointierte Komödie im Pariser Intellektuellenmilieu, die sich zugleich mit der Rolle des Fiktionalen für unser eigenes Leben auseinandersetzt. Gleichzeitig lässt er sein wunderbares Schauspielensemble über das Für und Wider der Digitalisierung diskutieren - und die Frage, ob der Beginn von etwas Neuem wirklich immer einen Schlussstrich für das Bewährte bedeuten muss.

Leonard (Vincent Macaigne) ist ein Autor, dessen Romane man als Auto-Fiktion beschreiben könnte, da er immer seine eigenen Liebschaften nimmt, die er in den Mittelpunkt des Schreibens rückt, aber auch reichlich zynisch mit ihnen abrechnet. Seinem Verleger Alain gefällt das mittlerweile nicht mehr, weswegen er Leonards neues Buch ablehnt. Alains Frau, die Schauspielerin Selena (Juliette Binoche), ist hingegen aus persönlichen Gründen von dem Buch angetan, während Leonards Frau Valerie sich politisch engagiert, aber immer anderer Meinung als ihr Ehemann ist. Die intimen Verstrickungen greifen immer wieder nahtlos in lebhafte Diskussionen zum kulturellen und technologischen Wandel, wie sie nur im französischen Kino mit einer solchen Beiläufigkeit inszeniert werden können.