VorschauSTART | 06.08.2026

Nightborn

Berlinale 2026

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Nightborn - 2026
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Wenn das eigene Kind zum Monster wird: Die Finnin Hanna Bergholm (HATCHING) setzt ihre metaphorische Horror-Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper fort beim Grauen der Mutterschaft. Humorvoll fies mit Anleihen in der nordischen Naturmystik.

Saga (!) bezieht mit ihrem britischen Ehemann Jon das abgelegene Haus ihrer Kindheit tief im finnischen Wald, um ihren Traum zu verwirklichen und hier eine Familie zu gründen. Doch kaum ist das Baby da, beschleichen sie Zweifel: Irgendetwas stimmt nicht mit ihrem Sohn. Während ihr alle versichern, dass das ganz normal ist, dass man nur erstmal in die Mutterrolle reinwachsen muss, verliert sie langsam aber sicher den Boden unter den Füßen: Bildet sie sich das wirklich alles ein oder ist ihr Baby ein blutrünstiges Ungeheuer?

“Regretted motherhood” (‘bereute Mutterschaft’) entwickelt sich zum Thema, die Parallelen zu DIE MY LOVE sind unübersehbar. Während wir dort noch von außen auf den psychischen Verfall der Protagonistin schauten, lässt uns Bergholm teilhaben an ihrem Wahn und verwischt die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Inspiriert von nordischen Wechselbalg-Mythen verwebt sie die feministische Kritik am Ideal mit einer nicht minder aktuellen Rückeroberung durch die Natur. Kluger, vielschichtiger Alptraum mit schönen Bildern und HARRY POTTER-Star Rupert Grint als komischem Sidekick.

Zum Start zeigen wir auch noch einmal Hanna Bergholms Erstling HATCHING, der sich ganz ähnlich mit der Pubertät beschäftigt.

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