Die Filmreihe

3D-Filme

Vorführungen

3D- Filmreihe

Die Reihe gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung „Fantastische Welten, perfekte Illusionen. Visuelle Effekte im Film“ im Filmmuseum Düsseldorf (bis 30.06.2019). Das Filmprogramm bezieht sich auf Digital 3D Filme, wo besonders innovative VFX | SFX für das 3D-Verfahren entwickelt wurden.

Ausgangspunkt dieser Filmreihe ist die Fragestellung nach dem Wandel des Original-Schauplatzes Kino als Vorführort. Denn nicht nur das Filme-Machen wandelt sich stetig, sondern auch das Filme-Zeigen. Wie kann das Kino als Ort, der technischen Vielfältigkeit des Films gerecht werden? Die Black Box – Kino im Filmmuseum, in der aus technischen Gründen keine 3D-Filme vorgeführt werden können, okkupiert aus diesem Grund das Atelier-Kino der Düsseldorfer Filmkunstkinos, das seinerseits den Sprung ins Digitale gemacht hat und keine analoge Filmkopien mehr projiziert.
Dreidimensionalität auf der Kinoleinwand ist so alt wie das Kino selber. Das Raumbildverfahren der Photographie zeichnet seinen Ursprung: Relief und Tiefe wurden über Bewegungsbilder für den Film in den 1880er Jahren entwickelt. Das sogenannte „Reliefkino“ strebte nach einer intensivierten Wahrnehmung der Bilder, war aber gleichzeitig wegen seiner komplexen Projektionsanlage schwer umzusetzen. Die 3D-Filme in den USA der 50er Jahre wurden als Kampf gegen das Fernsehen produziert, um das Publikum ins Kino zurück zu locken. Auf den damaligen Plakaten sehen wir Filmstars, die aus der Leinwand heraus springen oder über dem Publikum im Kinosaal liegen. Somit bricht die Dreidimensionalität mit der Ästhetik der flachen Oberfläche: Die Leinwand wird quasi durchdrungen, die Reliefeffekte sorgen für eine neue Verbindung zwischen Betrachter*innen und dem Film. Schließlich endeten die kurzen goldenen Jahre mit der Entwicklung des Cinemascope-Verfahrens und die 3D-Filme machten ihr großes Comeback in den 80er Jahren. In der digitalen Welt müssen wir die in 3D gedrehte Filme von den in 3D konvertierten Filmen unterscheiden, wobei die dreidimensional computermodellierte Szenen heute sehr wirksam sind. Die zeitgenössische Dreidimentionalität strebt nach einem Realismus, der die Betrachter nicht nur transportieren sondern auch umhauen will.

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