Werkschau: Jordan Peele

Werkschau Jordan Peele

Vorführungen

Jordan Peele

Schon zu Beginn seiner Karriere setzte Jordan Peele in der erfolgreichen Sketch-Fernsehserie Key and Peele einen ganz eigenen Ton im Umgang mit dem US-amerikanischen Rassismus. Provokativ und humorvoll reflektierte die Sendung den Umgang mit Stereotypen, soziale Ängste und die Beziehung zum ethnisch Anderen in einer Fülle von popkulturellen Referenzen. Insgesamt 18 Emmy Nominierungen ebneten Peeles’ Weg vom Autor und Darsteller zum Kultregisseur und Produzenten, der mit seinem Debüt Get Out als erster Afroamerikaner 2018 einen Oscar für das Beste Drehbuch gewann.

Auch seine Filme Wir(2019) und Nope (2022) zeichnen sich neben ihren knappen lakonischen Titeln vor allem durch einen subversiven Umgang mit Genres aus: Komödiantische Übertreibungen kippen ins Unheimliche, dem erleichterten Lachen folgt oft ein kalkulierter Schock. Das Changieren zwischen familiärer Pop-Musik und beunruhigender Stille sind wiederkehrende Momente eines durchdachten Sound Designs. Auf der visuellen Ebene zeichnen sich Peeles Filme durch eine singuläre Symbolsprache aus, die weniger die individuelle Psyche der Charaktere als das Unbewusste in sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhängen in den Blick nimmt. Immer wieder wird dabei die Grenze zwischen Mensch und Tier metaphorisch reflektiert. Nicht zuletzt sind Peeles Filme dadurch auch Auseinandersetzungen mit der Kontinuität rassistischer Gewalt in der US-amerikanischen Geschichte. //Silvia Bahl

Anlässlich des Starts von NOPE zeigt das Souterrain noch einmal die beiden Vorläufer. Alle Filme laufen in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

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