Romy Schneider: Die Filmreihe
Die Filmreihe

Romy Schneider

Im September wäre Romy Schneider 80 Jahre alt geworden, und wenn sich in ihrem Leben auch eine Tragödie an die andere reiht, so will das Souterrain sie in einer kleiner Werkschau von ihrer besten Seite zeigen, als großartige Schauspielerin, so wie wir alle sie in Erinnerung behalten sollten.

Zur Zeit läuft „3 Tage in Quiberon“ in unseren Kinos, der von einem Interview erzählt, das der Stern-Redakteur Michael Jürgs im März 1981 mit Romy Schneider geführt hat. Darin erzählt sie offen von ihren Eltern, ihrem frühen Ruhm und ihrem Trauma ob der Sissi-Filme. Mit nur 20 Jahren wagt sie einen Neuanfang in Frankreich, zieht zu Alain Delon nach Paris der Liebe wegen. Große Leidenschaften, auch jene, die im Scheitern große Leiden schaffen, gelten in Frankreich als ‚choses de la vie‘, als „Dinge des Lebens“, wie einer ihrer schönsten Filme heißt.

Auch wenn ihre privaten Skandale kein Ende finden, wird sie als Schauspielerin ernst hier genommen, dreht unter den bekanntesten Regisseuren und mit den berühmtesten Schauspielern, während sie in Deutschland als Hure und Abtrünnige, die sich mit dem Erzfeind jenseits des Rheins abgibt, beschimpft wird. So sehr sich Romy nach Ruhe und einem kleinen Familienglück sehnt, so sehr wird sie immer wieder betrogen, verraten und allein gelassen: von ihren Eltern, von ihren Ehemännern und einer Presse, die immer nur die Sensation wittert.

Das Jahr 1981 war sicherlich ein Tiefpunkt in ihrem Leben. Zwei Monate nach dem Interview wird ihr wegen eines gutartigen Tumors eine Niere entfernt, zwei Monate später stirbt ihr kleiner Sohn nach einem tragischen Unfall und am 29.5.1982 stirbt sie selbst, 43 Jahre und 59 Filme alt in ihrem Pariser Appartement. Der Arzt notiert einen natürlichen Tod durch Herzversagen, doch irgendwie scheint es, als wäre sie vom Leben zu Tode erschöpft gewesen.

 

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