Ob Geburts- oder Todestag, Jubiläum oder Jahrestag der Herausbringung, alles Anlässe, einen Film auf der Kinoleinwand wieder aufleben zu lassen.
Tribute to Mario Adorf
Die Aufnahmeprüfung an der Münchner Schauspielschule hätte er beinahe nicht bestanden. Doch ein Lehrer erkannte sein Talent: „Er hat zwei Dinge: Kraft und Naivität. Versuchen wir’s!“ So begann die Karriere von Mario Adorf, geboren 1930, der zu einem der populärsten Schauspieler seiner Generation wurde. Nun ist er 95jährig in Paris verstorben
In Mayen aufgewachsen sammelte Mario Adorf seine ersten Erfahrungen in München und am Theater. Dort entdeckte hin Robert Siodmak, der ihn für seinen Film “Nachts, wenn der Teufel kam” besetzte und so seine Kinokarriere in Gang setzte. Doch er stand der Münchner Schickeria genauso distanziert gegenüber, wie dem dem internationalen Jetset. In Hollywood konnte er nicht Fuß fassen und zum Neuen Deutschen Film zählte man ihn auch nicht, was ihn oft wehmütig stimmte.
So hat er sein Glück in Italien gesucht und eigentlich auch gefunden. Doch hier galt er immer nus als der Deutsche, während er zuhause als Italiener galt. Dreißig Jahre lebte er in Rom, war bekannt und beliebt in seinem Viertel, was er allein Menschlichkeit und Lebensfreude verdankte.
Zu seinem Tod zeigen wir noch einmal Dominik Wesselys ES HÄTTE SCHLIMMER KOMMEN KÖNNEN (in der längeren Kinofassung), ein bewegendes Porträt eines leidenschaftlichen Menschen und Schauspielers, der seine Sicht auf die Welt, seinen Beruf, die Liebe und das Älterwerden sympathisch und selbstironisch zu skizzieren weiß. // Kalle Somnitz
..und DEADLOCK, den viel zu oft vergessenen grandios psychedelischen Neo-Western mit ihm in der Hauptrolle unter der Regie von Legende Roland Klick und mit Musik von Can. Denn Mario Adorf hatte immer auch ein Herz fürs Genrekino! // Eric Horst u. Daniel Bäldle
















